Benninghausen
Stadt Lippstadt
Landkreis Soest
Nordrhein-Westfalen
Bundesrepublik Deutschland
 

  otros pueblos     listado de barcos


Lippstadt ist die größte Stadt im Kreis Soest. Sie liegt am Fluss Lippe im nordöstlichen Teil des Kreises zwischen dem südlich gelegenen Haarstrang sowie dem Münsterland und dem Paderborner Land und grenzt an die Nachbarkreise Paderborn, Warendorf und Gütersloh.

Lippstadt wurde im Jahr 1184 beziehungsweise 1185 (das genaue Gründungsjahr ist nicht sicher bekannt) vom Grafen Bernhard II. unter dem Namen Lippe als erste echte Planstadt Westfalens gegründet. Die Erlaubnis zum Bau der Stadt erhielt Bernhard vom Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa.

Im Laufe des Sächsischen Krieges (1177 bis 1181) wurden die bereits bestehenden Teile der Siedlung, vor allem das Nikolaiviertel und die dort vorhandene Kirche von der Truppen des Kölner Erzbischofs Philipp I. von Heinsberg 1179 zerstört, der sich damit für die Unterstützung der Truppen von Heinrich dem Löwen durch Bernhard II. rächen wollte. Nach der Verbannung des Sachsenherzogs und der Rückkehr Bernhards II. gelang es diesem im Jahr 1184, von Kaiser Friedrich I. die Erlaubnis für den Bau einer Stadt zu bekommen. 1185 gründete Bernhard II. daraufhin die Stadt Lippe, die heute als Lippstadt bekannt ist.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte Lippstadt ein weiteres Mal unter die Herrschaft der Franzosen, da Preußen nach dem Friedensschluss von 1807 in Tilsit alle westlichen Besitzungen an Frankreich abtreten musste. So gelangte dann Lippstadt unter französisch-lippische Herrschaft. Am 8. August 1808 wurde der Rat der Stadt auf Napoleon vereidigt. Die französische Regierung sprach der seit 250 Jahren ohne Kirche existierenden katholischen Gemeinde 1807 die Nicolaikirche als Gotteshaus zu und setzte den Pfarrer Jodocus Denker als Seelsorger ein. Die französische Besetzung endete aber bereits 1808 wieder.

Die Barrikadenkämpfe der Revolution 1848 führten am 12. März auch in Lippstadt zu Unruhen, die jedoch aufgrund der ruhigen und besonnenen Reaktion des Stadtmagistrats nicht eskalierten. Im gleichen Jahr erschien die erste eigene Lippstädter Tageszeitung „Der Patriot“. Am 17. Mai 1850 kam es zu einem Vertrag zwischen dem Fürstentum Lippe und dem Königreich Preußen, die die Stadt seit 1666 als Kondominium gemeinsam regiert hatten. Lippe verzichtete gegen eine Entschädigung auf die Herrschaft in Lippstadt, nur die heutigen Ortsteile Lipperode und Cappel blieben beim Fürstentum. Auf diese Weise wurde Preußen die einzige politische Macht in Lippstadt, die Samtherrschaft war beendet.

Allgemeines [Bearbeiten]Ein Gründungsdatum, der bis zur kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 selbstständigen Gemeinde, ist nicht eindeutig festzulegen, die älteste urkundliche Erwähnung ist aber im 9. Jahrhundert zu finden. Somit ist Benninghausen annähernd 1200 Jahre alt und zählt zu den ältesten Stadtteilen Lippstadts. Gründung des Klosters [Bearbeiten]Im Jahr 1240 übergibt Johann von Erwitte als Schenkung die Eigenkirche an den Zisterzienserinnen-Orden als Klosterkirche. Mitte des 14. Jahrhundert wird die baufällig gewordene Kirche durch einen romanischen Neubau ersetzt. 15. Jahrhundert [Bearbeiten]Zum Anfang des 15. Jahrhunderts wird die jetzige Kirche durch die äbtissin Anna von Ketteler erbaut. Die Kreuzigungsgruppe (um 1540) wurde erst in jüngerer Zeit dem Bildhauer Johann Brabender aus Münster (Westfalen) zugeschrieben. Der alte Wehrturm, erbaut in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, dient heute noch als Glockenturm. Erst gegen Ende der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte die letzten Kriegsschäden beseitigt werden und zum Anfang der 80er erfolgten archäologische Ausgrabungen sowie die Innenrenovierung und Erneuerung der Dacheindeckung an Turm und Kirche. Nach der Schenkung an den Orden wuchs die Anzahl der Nonnen rasch und hat bereits 40 Jahre nach Gründung des Klosters seine maximale Kapazität erreicht. Trotz Soester Fehde, der Reformation und dem dreißigjährigen Krieg überstand das Kloster mit seinen Bewohnern diese schweren Zeiten und konnte seinen Besitz durch Zukäufe, Mitgiften der Nonnen und natürlich durch eigene Arbeit noch steigern. 18. und 19. Jahrhundert [Bearbeiten]Zum Anfang des 18. Jahrhunderts entstand dann ein Neubau des Klosters, initiiert durch die äbtissin Elisabeth von Oheimb. Zum gleichen Zeitpunkt entwickelte sich das Kloster zu einem Damenstift mit katholischer Prägung. Erst in der Mitte bis Ende des gleichen Jahrhunderts führten die hohen Kriegslasten des siebenjährigen Krieges das Kloster in den Ruin. Zum Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Klosterbetrieb dann zeitgleich mit der Aufhebung zahlreicher anderer Klöster (Säkularisation) durch das Großherzogtum Hessen-Darmstadt aufgehoben. Mit dem Übergang der westfälischen Provinz des Großherzogtums Hessen an Preußen 1816 gingen auch die verbliebenen Besitztümer des Klosters Benninghausen in den Staatsbesitz Preußens über. Der König Friedrich Wilhelm III. (Preußen) schließlich genehmigte die Gründung eines Landarmenhauses durch den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, Ludwig von Vincke (nach dem eine Straße in Benninghausen benannt ist), 1820. In späteren Jahren werden zudem Zöglinge, Trinker und Kriegsgefangene hier untergebracht. Erster und Zweiter Weltkrieg [Bearbeiten]Zum Ende des Ersten Weltkrieges wird aus dem Arbeitshaus ein Hilfsgefängnis. Daneben entsteht auf dem Westhof eine Einrichtung für Lungenkranke. Während des 3. Reiches werden hier zusätzlich geisteskranke Menschen untergebracht. Hinzu kommen zunächst politische Gefangene aus der Umgebung und später lungenkranke Jugendliche aus dem KZ Moringen. In dieser unrühmlichen Zeit werden in Eickelborn und Benninghausen zahlreiche Menschen misshandelt oder im Rahmen des „Euthanasieprogramms“ der Nazis ermordet. Siehe hierzu KZ Benninghausen Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangt die gesamte Einrichtung in die Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, der eine Landespflegeanstalt mit einer Arbeitshausabteilung gründete. Im Verlaufe der weiteren Jahre wurde die Lungenheilstätte im Westhof geschlossen sowie das inzwischen gegründete Landeserziehungsheim nach Dorsten verlegt.

Benninghausen, welches sich östlich an Eickelborn anschließt, beherbergt ebenfalls eine Westfälische Klinik für Psychiatrie. Erstmalig wurde die Ortschaft im 9. Jahrhundert erwähnt, erlangte jedoch besonders durch ein 1240 erbautes Zisterzienserinnenkloster Bedeutung, welches 1820 in ein Landarmenhaus umgewandelt wurde und so die Grundlage für die heutige psychiatrische Klinik darstellte.























Traducción no terminada.